Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Der

Projekt Farben & Formen in der Stadt 2026 N° 01






Hundertwasserhaus / Waldspirale 

Bei der Waldspirale handelt es sich um eine von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Wohnanlage. Die Waldspirale ist in Darmstadt gelegener Wohnkomplex. Es gibt dort ein Café, eine Bar und ein Kiosk. Im Innenhof befindet sich ein Kinderspielplatz und ein kleiner künstlich angelegter See.

 





Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe

Die Russische Kapelle: Sie  wurde zwischen 1897 und 1899 nach den Entwürfen des Petersburger Architekten Léon N. Benois – mit vollem Namen Leonti Nikolajewitsch Benois und Großvater des Schauspielers Peter Ustinov – erbaut. Das Gotteshaus, das von Jugendstilgebäuden umgeben ist und auf eigens importierter russischer Erde errichtet wurde, orientiert sich architektonisch am Stil russischer Kirchen des 16. Jahrhunderts. Bis heute finden dort orthodoxe Gottesdienste statt.

 





Der Wikingturm in Schleswig

 

Er ist ein markantes hässliches Wohnhochhaus in der schleswig-holsteinischen Stadt Schleswig. Das achteckige Gebäude hat eine Gesamthöhe von knapp 90 Metern verteilt auf 27 Geschosse. Im Gebäude befinden sich 248 Apartments. Durch seine charakteristische Architektur bestehend aus einem schmalen Unterbau und einen ebenso beschaffenen oberen Bereich in den obersten drei Etagen besitzt das Bauwerk einen hohen Wiedererkennungswert. Errichtet wurde der Wikingturm im Stadtteil Friedrichsberg im Bereich einer Marina in der Schlei, ca. 500 Meter südöstlich von Schloss Gottorf. Im 26. Obergeschoss befindet sich eine Bar.

 




Gehry Bauten [Düsseldorf]

Zu Beginn seiner Laufbahn entwarf Gehry noch vergleichsweise konventionelle Gebäude. Erst gegen Ende der 1970er-Jahre begann er, seine architektonische Formensprache grundlegend zu verändern. Dabei griff er bewusst zu Materialien, die zuvor eher als schlicht oder „ärmlich galten, etwa Sperrholz, Wellblech oder – im Möbelbau – sogar Wellpappe. Diesen Ansatz bezeichnete er selbst augenzwinkernd als „Cheapskate Architecture, also eine Art Geizhals-Architektur.

Typisch für Gehrys Stil wurden daraufhin schräg gestellte Ebenen, scheinbar kippende Räume, ungewöhnlich gedrehte Formen und eine bewusst gebrochene Geometrie. Seine Gebäude wirken oft wie Collagen aus verschiedenen Bauelementen, die sich voneinander lösen und dennoch miteinander verbunden sind. Diese Gestaltung ist charakteristisch für den dekonstruktivistischen Ansatz, bei dem einzelne Elemente spannungsvoll zusammenspielen und die Räume ineinander übergehen lassen.

Neben seinen Gebäuden entwarf Gehry auch zahlreiche Möbelstücke sowie komplette Innenraumgestaltungen.



Gabis...





Anne Seltmann 06.03.2026, 10.36 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Marius Nature Thursday 2026 N° 08






Heute Morgen habe ich in meinem Fotoarchiv gewuselt, um Bilder für Marius Naturdonnerstag zu suchen. Dabei bin ich über Aufnahmen gestolpert, die mich sofort zurückversetzt haben. Fotografiert im Jahr 2005. (Handybilder) Mein Gott, ist das lange her, als wir dort Urlaub machten. Genauer gesagt in Spindler Mühle, von wo aus wir einige Touren unternommen haben. In diesem Fall führte uns der Weg in die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt.





Schon beim erneuten Betrachten der Bilder spüre ich wieder diese besondere Atmosphäre. Manche Orte verlieren auch nach Jahren nichts von ihrer Wirkung. Die hohen Sandsteinfelsen ragen wie natürliche Kathedralen empor, Wege schlängeln sich durch schmale Spalten, und das Licht fällt gefiltert zwischen den Felswänden hindurch.

Mich faszinieren dort vor allem die Details: Strukturen im Gestein, weiche Moospolster, kleine Pflanzen, die sich ihren Platz zwischen Stein und Schatten erobern. Es ist dieses Zusammenspiel aus Enge und Weite, aus rauer Oberfläche und zartem Grün, das mich damals wie heute berührt.





Das Gestein erzählt von Zeit – von unzähligen Jahren, die es geformt haben. Beim Durchsehen der alten Aufnahmen merke ich, wie sehr mich solche Landschaften geprägt haben. Vielleicht war es einer dieser Orte, an denen ich begonnen habe, bewusster hinzusehen.

Die Felsenstadt war kein lautes Ausflugsziel. Sie wirkte still und gleichzeitig monumental. Jeder Schritt eröffnete neue Perspektiven, neue Blickwinkel, neue Kompositionen. Und während ich heute durch mein Archiv blättere, wird mir bewusst, wie wertvoll solche fotografischen Erinnerungen sind.

Manche Bilder sind mehr als Dokumente. Sie sind kleine Zeitkapseln. Und die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt bleibt für mich ein Ort aus Stein, Licht und Erinnerung – kraftvoll, still und zeitlos.









Anne Seltmann 05.03.2026, 09.46 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Tag der Grammatik – National Grammar Day in den USA


[Bild KI generiert]


Heute dreht sich alles um Satzbau, Kommas und den perfekten Apostroph: Es ist National Grammar Day! Dieser besondere Tag wird in den USA jedes Jahr am 4. März gefeiert und ist eine Hommage an die richtige Verwendung von Sprache.

Grammatik mag für manche wie ein trockener Bestandteil der Schule wirken, aber sie ist das Fundament klarer Kommunikation. Wer sich an die Regeln hält, sorgt dafür, dass seine Botschaften verständlich, elegant und oft auch überzeugender wirken.

Der National Grammar Day ist die perfekte Gelegenheit, die eigene Liebe zur Sprache zu feiern – sei es durch das Korrigieren eines hartnäckigen Kommafehlers, das Spielen mit Worten oder einfach das Bewundern, wie flexibel und lebendig Englisch (oder jede andere Sprache) sein kann. Lehrer:innen, Autor:innen, Redakteur:innen und Schreibbegeisterte nutzen den Tag, um Tipps zu teilen, über Sprachwandel zu diskutieren oder kreative Sprachspiele auszuprobieren.

Du musst kein Grammatik-Nerd sein, um mitzumachen: Ein lustiger Post über die Tücken der Kommasetzung oder ein kurzer Blogeintrag über deinen liebsten Grammatik-Tipp kann schon ausreichen. Manchmal liegt Schönheit eben nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Form.

Heute lohnt sich also ein kleiner Blick auf die Sprache – und vielleicht ein bewusstes „Danke an all die Grammatikregeln, die unseren Worten Struktur geben.

 

Beispiele:

„Wir essen jetzt, Opa! vs. „Wir essen jetzt Opa!

 

"Jetzt koch ich Mama!" vs. "Jetzt koch ich, Mama!"

 




Anne Seltmann 04.03.2026, 10.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 87




[Bild KI generiert]




Anne Seltmann 24.01.2026, 08.09 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mäusemusik im Winterzimmer



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



An einem stillen Winterabend standen vier kleine Weihnachtsmäuse vor einem hohen Tannenbaum, der bis zur Spitze nach Harz und Schnee roch. Ihre Pfoten waren kalt, aber ihre Herzen warm. Der Baum funkelte, als hätte er heimlich den Sternenhimmel eingesammelt und zwischen seine Zweige gesteckt.

Die Mäuse räusperten sich feierlich und begannen zu singen. Ihre Stimmen waren dünn wie Fäden, aber zusammen klangen sie mutig und hell. Der Tannenbaum lauschte so aufmerksam, dass eine Nadel vor Rührung zu Boden fiel. Mit jedem Lied schien der Raum ein wenig heller zu werden, als hätte die Dunkelheit selbst gern mitgesungen.

Als das letzte Lied verklungen war, verneigten sich die Mäuse tief. Der Baum raschelte leise zurück, und für einen Moment wussten alle: Das war Weihnachten, genau so, wie es sein sollte.


© Anne Seltmann




Anne Seltmann 16.12.2025, 10.29 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Hand aufs Herz






Nenne drei Bücher, die dich beeinflusst haben. Warum ist das so?

 

Drei Bücher, die mich geprägt haben, sind  "Der kleine Prinz" von * Antoine de Saint-Exupéry,  "Siddhartha" von * Hermann Hesse und "1984" von * George Orwell.

 

"Der kleine Prinz" wirkt auf den ersten Blick schlicht, fast kindlich, und genau darin liegt seine Kraft. Das Buch zeigt, wie leicht Wesentliches im Alltag übersehen wird, wenn man nur noch funktioniert. Die ruhige, klare Sprache und die poetischen Bilder erinnern daran, dass Beziehung, Verantwortung und Staunen keine Nebensachen sind. Dieses Buch schärft meinen Blick für Zwischentöne und für das Ungesagte.

"Siddhartha" hat mich beeinflusst, weil es keinen fertigen Weg anbietet. Die Suche nach Sinn, Erkenntnis und innerer Ruhe verläuft über Irrtümer, Umwege und Widersprüche. Das Buch lehrt, dass Erfahrung nicht ersetzt werden kann und dass Einsicht etwas sehr Persönliches ist. Diese Haltung prägt, wie ich über Entwicklung, Geduld und Selbstfindung nachdenke.

"1984"schließlich wirkt auf einer ganz anderen Ebene. Es zeigt, wie Sprache, Macht und Angst zusammenhängen und wie sehr Denken formbar ist. Das Buch schärft mein Bewusstsein für Manipulation, für den Wert von Wahrheit und für die Verantwortung, präzise mit Worten umzugehen. Es hinterlässt weniger Trost, aber eine anhaltende Wachsamkeit.

 

Zusammen zeigen diese Bücher drei Perspektiven auf das Menschsein: das Poetische, das Suchende und das Kritische. Genau diese Mischung empfinde ich als prägend.



[* Namensnennung...unbeauftrgat und unbezahlt !]




Anne Seltmann 14.12.2025, 06.24 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Tula und das Weihnachtswunder



 

[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Es war einmal ein kleines Mädchen namens Tula. Sie lebte in einem alten Kinderheim am Rand einer Stadt, wo im Winter der Schnee immer so hoch lag, dass man fast darin versinken konnte. Die Wände im Heim waren kalt und grau, und obwohl die Erzieher nett waren, fühlte sich Weihnachten für Tula immer irgendwie leer an.

Im großen Saal stand ein kleiner Plastikbaum mit glitzernden Kugeln, die jedes Jahr gleich aussahen. Unter dem Baum lagen ein paar eingepackte Geschenke, aber Tula wusste, dass sie nichts davon wirklich glücklich machen würde. Sie sehnte sich nach etwas anderem – nach jemandem, der sie in den Arm nahm und sagte: "Schön, dass du da bist, Tula."

Am Heiligabend gab es Kartoffelsalat und Würstchen. Die anderen Kinder lachten und tuschelten, aber Tula starrte nur in die flackernde Kerze vor ihr. Sie dachte: Warum fühlt sich das alles nicht so an wie im Fernsehen? Da sitzen Familien zusammen und lachen. Ich will das auch.

Später schlich sie sich hinaus in den Garten. Der Schnee glitzerte im Mondlicht, und die Luft roch ganz frisch. Sie schaute in den Himmel, wo die Sterne funkelten wie kleine Lichter. "Liebes Christkind", flüsterte sie, "ich wünsch mir kein Spielzeug. Ich wünsch mir nur jemanden, der mich liebhat."

Da hörte sie ein leises Winseln. Aus dem Dunkeln kam ein kleiner Hund, ganz zitterig und mit einer roten Schleife um den Hals. Tula hielt den Atem an. Vorsichtig streckte sie ihre Hand aus. Der Hund kam näher, legte seine kalte Nase an ihre Finger und sah sie mit großen, runden Augen an.

"Na du?", flüsterte Tula "Bist du auch allein?" Der Hund legte sich einfach auf ihre Füße, als würde er sagen: Nicht mehr.

Tula nahm ihn in den Arm. Sein Fell war warm, und sie spürte, wie ihr Herz ganz ruhig wurde. Sie dachte: Vielleicht hat das Christkind mich doch gehört.

Als die Heimleiterin sie später fand, saß Tula immer noch im Schnee, den kleinen Hund fest umarmt. Die Frau lächelte und sagte leise: "Dann seid ihr jetzt wohl zwei, die zueinander gehören."

Und so war es. Seit dieser Nacht fühlte sich Weihnachten für Tula anders an – weich, warm und ein bisschen wie zuhause.


© Anne Seltmann


Anne Seltmann 13.12.2025, 00.00 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

I see faces Dezember 2025






Zwei rote Kreise an der Wand – fast wie Augen, die wachen. Was auf den ersten Blick wie ein minimalistisches Kunstobjekt wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als lebensrettende Infrastruktur: Feuermelder-Sirenen, diskret montiert und doch von großer Bedeutung.

Die Geräte sind Teil eines Brandmeldesystems, das im Ernstfall lautstark Alarm schlägt. Ihre runde Form, die geriffelten Lüftungsschlitze und die verbindenden Kabel erzählen von Funktionalität und Präzision. Zwischen ihnen: ein kleiner Durchbruch in der Wand, roh und ungeschönt – ein sichtbarer Hinweis auf die Arbeit hinter den Kulissen, auf Wartung, Nachrüstung, vielleicht auch Improvisation.

In ihrer stillen Präsenz erinnern sie uns daran, dass Sicherheit oft unsichtbar bleibt, bis sie gebraucht wird. Sie sind Wächter ohne Stimme, bis der Moment kommt, in dem ihre Warnung Leben retten kann.







Anne Seltmann 02.12.2025, 06.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Weisheiten am Samstag N° 81









Anne Seltmann 29.11.2025, 07.09 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Nachruf auf Helme Heine



[Bild KI generiert / Text © Anne Seltmann]



Helme Heine ist für immer gegangen, und mit ihm eine jener seltenen Stimmen, die es verstanden haben, die Welt für Kinder und Erwachsene ein Stück heller zu machen. Seine Figuren – mutig, heiter, ein bisschen verschmitzt – haben ganze Generationen begleitet und ihnen gezeigt, dass Freundschaft oft leiser, aber stärker ist als alles andere. Er konnte mit wenigen Strichen einen Kosmos eröffnen, in dem das Gute niemals naiv war und das Spielerische niemals belanglos.

Seine Geschichten waren nie nur Bilderbücher. Sie waren Einladungen, das Leben mit offenen Augen und offenem Herzen zu betrachten. In seinen Tieren steckte die Wärme echter Freundschaft, in seinen Farben ein kindlicher Mut, und in seinem Humor ein feines Wissen darüber, wie viel ein Lächeln bewirken kann.

Nun bleibt ein leiser Schmerz, so wie er bleibt, wenn jemand geht, der uns lange begleitet hat. Aber vor allem bleibt Dankbarkeit. Für die Figuren, die uns stets wieder auf die Beine helfen. Für die Fantasie, die er uns zugetraut hat. Für das Vertrauen darin, dass Geschichten die Welt verändern können.

Helme Heines Werk wird weiterreisen. Von Kinderzimmer zu Kinderzimmer, von Herzen zu Herzen. Alles, was er geschaffen hat, bleibt ein freundliches Licht – und eines, das nicht verlöschen wird.

Danke, Helme Heine, für deine Geschichten, deine Bilder und deine Geduld, die Welt durch Kinderaugen neu zu sehen. Möge der Wind in Neuseeland nun sanft über deine Segel streichen, und möge dein Geist, wie deine Figuren, weiterreisen. 



© Anne Seltmann





Anne Seltmann 21.11.2025, 14.02 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL